Einführung

PVC (Polyvinylchlorid) ist einer der am häufigsten verwendeten Kunststoffe weltweit. Es besitzt eine vielfältige und abwechslungsreiche Bandbreite an Eigenschaften und trägt wesentlich zu unserem modernen Lebensstil bei.

Kunststoffe sind sogenannte ‚Kunstharze’. Diese Bezeichnung verdanken sie der Tatsache, dass sie im halbflüssigen Zustand verformbare Eigenschaften besitzen. Sie werden grob in zwei Kategorien eingeteilt: wärmehärtbare Harze und thermoplastische Harze.

Zu den wärmehärtbaren Harzen gehören Phenolharz und Melaminharz, die thermisch ausgehärtet werden und nicht wieder weich werden. Zu den thermoplastischen Harzen gehören PVC, Polyethylen (PE), Polystyrol (PS) und Polypropylen (PP). Diese können durch Erwärmung erneut weichgemacht werden und härten wieder aus, wenn sie abkühlen.

Sobald PVC als verarbeitbares Material vorliegt, wird es an nachgelagerte Unternehmen geliefert, die allgemein als ‚Weiterverarbeiter’ bekannt sind.

Verschiedene Zusatzmittel wie Stabilisatoren und Weichmacher müssen dem PVC-Harz beigemischt werden, um ein Compound zu erhalten, das die Anforderungen des Endprodukts und der einzusetzenden Verarbeitungstechnologie erfüllt. Die Mischungsherstellung kann von den Weiterverarbeitern selbst oder von separaten ‚Compoundeuren’ vorgenommen werden, die gebrauchsfertige Mischungen für die Weiterverarbeitung liefern. Das PVC-Compound wird dann mittels Verfahren wie Extrusion, Formpressung und Kalandrierung umgewandelt.

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